Dienstag, 21. Juli 2015

Vom hässlichsten Kuchen der Welt und dem Glück, Obst zu pflücken

Einer meiner liebsten Kuchen ist der "Kärscheplotzer". Jedes Jahr zur Kirschenzeit gab es den bei meiner Oma jede Woche und obwohl wir ihn sooft essen konnten, konnten wir nicht genug davon kriegen. Als ich am letzen Wochenende zu Hause in der Heimat war und meine Mama mir von den letzten Kirschen erzählte, fiel mir siedend heiß ein, dass ich in den letzten Jahren einen der besten und leckersten und hässlichsten Kuchen (Rezept gibt's weiter unten) total außer Acht gelassen hatte. Dabei ist er so denkbar einfach und verwertet auch noch Reste! Aber seid ich nicht mehr zu Hause wohne (was nun auch schon ein ganz schönes Weilchen ist), vergesse ich so manche Obst-Jahreszeit. Früher gab es immer alles frisch vom Baum, heute ist mein Leben doch sehr Supermarkt bestimmt und da gibt es ja quasi alles bzw. denke ich immer, ich möchte das Obst, dass ich sonst direkt vom Baum gepflückt habe, nicht im Supermarkt kaufen. Dadurch verpasse ich aber auch so einiges. Die Kirschenzeit beispielsweise. (oder in meinem speziellen Fall die "Kärscheplotzer" Zeit :))

Wie toll ist es, das eigene Obst zu pflücken? Irgendwann möchte ich einen großen Garten haben mit allen möglichen Obstbäumen und Beerensträuchern! Bis dahin nutze ich jetzt alle anderen Möglichkeiten, mein Obst zu pflücken und nicht im Supermarkt zu kaufen. Zum Beispiel den überdimensionalen Johannisbeerstrauch der Nachbarin oder die Selbstpflückfelder hier in der Umgebung.




Kärscheplotzer Rezept (für eine kleine Kastenform)

  • 3 alte Brötchen 
  • 280 ml warme Milch
  • 2 Eier (Eidotter und Eiweiß trennen)
  • 70g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1 Schuss Kirschwasser
  • etwas 20g Butter 
  • 600g Kirschen (gewaschen und entstielt. Wer mag, kann sie auch entkernen)
Die Brötchen in der warmen Milch einweichen. Eigelb, Zucker, Zimt und Butter schaumig schlagen und unter die aufgeweichten Milchbrötchen heben. Kirschen darunter rühren, Eiweiß steif schlagen und unterheben. Alles in die Kastenform geben, noch ein paar Butterflöckchen oben drauf und ab in den 180°C warmen Ofen für etwa eine 3/4 Stunde.


Darf ich vorstellen: der hässlichste Kuchen der Welt.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Unterwegs: Königssee im Berchtesgadener Land

Kurzurlaub. Was in Berlin für mich die Ostsee war, sind hier in Bayern jetzt die Berge. Man fährt einfach raus aus die Stadt und ist dann an den schönsten Orten, die man sich vorstellen kann.

Darf ich vorstellen, der sauberste See Deutschlands im südöstlichsten Zipfel des Landes: der Königssee


Bootshäuser am Königssee

Diese Farben!

Heidelbeeren gibt es auch am Königssee


Blick vom Malerwinkel


Auf dem Bild sieht er Mini aus. In Wirklichkeit war ein Farnblatt mindestens 1 Meter lang.


Malerwinkel-Rundweg

Abkühlung an einem Bergbach


St. Bartholomä am Königssee.

Eins der Elektorboote, die die Gäste quer über den Königssee schippern.


Der Obersee. Einst ein Teil vom Königssee, durch einen gewaltigen Erdrutsch im 12 Jahrhundert wurde er abgetrennt. Da auf der anderen Seite befindet sich übrigens die Fischunkelalm, in der man im Sommer frische Milch, Butterbrote und Bier bekommt.




Weg von der Fischunkelalm zum Röthbachfall, Deutschlands höchstem Wasserfall.
 
Das ist er, der Röthbachfall. Natürlich nur ein ganz kleines Stückchen davon. Davor musste man ganz schön klettern. Wanderschuhe sind übrigens sehr von Vorteil!

Zurück auf der Fischunkelalm: Zutrauliche Schmetterlinge en mass.




Fischunkelalm vom Wanderweg aus gesehen


Und ganz zum Schluß nochmal ein Abstecher nach St. Bartholomä

Montag, 13. Juli 2015

12 von 12 im Juli

Ein wunderbares Wanderwochenende liegt hinter mir. Da wir erst spät gestern nach Hause gekommen sind, gibt es die 12 von 12 heute erst. Noch mehr 12 von 12 wie immer auf Draußen nur Kännchen.



Blick aus dem Auto am Morgen

Mit dem Boot geht es einmal quer über den Königssee. Erster Stop: St. Bartholomä

In Salet gehen wir von Bord und machen uns auf den Weg um den Obersee.


Abkühlung am Wasserfall


Zutraulicher Schmetterling, der einfach nicht wegfliegen wollte

Speckbrettl auf der Alm




Babyentchen auf dem Weg zurück über den See
Wer noch ein paar mehr Eindrücke vom Königssee haben möchte, kann hier schauen.  

Dienstag, 7. Juli 2015

Kräuterernte auf Balkonien und was man alles damit anstellen kann.

Auf Balkonien gedeiht es munter weiter und auch diese wahnsinns Hitze scheint den Pflänzchen nicht sonderlich viel auszumachen. (Dank allmorgendlichem und abendlichen Gießen sei Dank). Gerade die Kräuter wachsen was das Zeug hält, da komme ich fast gar nicht hinterher mit verwenden. Damit ich auch noch was von meinen Kräutern habe, wenn es nicht mehr so schön ist, habe ich hier mal ein paar Verwendungszwecke gesammelt:



Eiswürfel

  • Pfefferminz
  • Zitronenmelisse
  • Boretschblüten
  • Ringelblumenblütenblätter

     

     

    Kräutertee aus Balkonien

    • Zitronenmelisse
    • Pfefferminz
    • Ringelblumenblütenblätter
    • Salbei
    Alles gut trocknen lassen und dann zum Beispiel in hübschen Dosen, Gläsern, Tütchen verschenken. Oder wenn es wieder kälter wird, selbst trinken und an die schöne Sommerzeit denken.

     

     

     

     

     

     

    Kräuterbutter

    Rein kommt, was mein Balkon an Kräutern hergibt:
    • Rosmarin
    • Thymian
    • Petersilie
    • Pimpernell
    • Schnittlauch
    Außerdem:
    • weiche Butter
    • Meersalz
    • Knoblauch
    1. Knoblauch schälen und feinhacken
    2. Kräuter abwaschen und ebenfalls feinhacken
    3. Butter, Salz, Knoblauch und Kräuter in einer Schüssel mit einer Gabel gut durchdrücken, bis alles schön vermischt ist. 

    Kleiner Tipp: Zuviel übrig? In Klarsichtfolie einwickeln, in einen Gefrierbeutel und einfrieren bis zum nächsten Grillabend.

    Ringelblume